Pränataldiagnostik

Die Geburt eines Kindes ist ein ganz besonderer Moment im Leben jeder Familie. Gerade deshalb möchte man auch bestens darauf vorbereitet sein, um mögliche gesundheitliche Komplikationen, welche Mutter und Kind beeinträchtigen können, bereits frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls gegenzusteuern.

Sicherheit für Mutter und Kind

Die Pränataldiagnostik bezieht sich auf spezielle Untersuchungen während der Schwangerschaft, welche Rückschlüsse auf die Entwicklung und den Gesundheitszustand des werdenden Kindes zulassen. Dies spielt vor allem bei der Früherkennung von Krankheiten eine wesentliche Rolle. medilab ist Experte im Bereich der Pränataldiagnostik und führt als einziges Speziallabor in Österreich den innovativen Harmony® Prenatal Test zur Früherkennung von schwerwiegenden Chromosomenstörungen wie dem Down-Syndrom durch.

In der Pränataldiagnostik wird zwischen nicht-invasiven und invasiven Untersuchungen unterschieden. Nicht-invasive Untersuchungen werden außerhalb des Körpers vorgenommen. Beispiele sind etwa eine Ultraschalluntersuchung, die Nackenfaltenmessung oder der Combined Test. Zu den invasiven Untersuchungen, welche innerhalb des Körpers durchgeführt werden, zählen beispielsweise die Amniozentese oder die Nabelschnurpunktion.

Harmony® Prenatal Test

Während der Schwangerschaft werden Bruchstücke der kindlichen DNA, welche von abgelösten Zellen der Plazenta (des Mutterkuchens) stammen, in den Blutkreislauf der werdenden Mutter abgegeben. Mit nur einer einzigen Blutprobe lassen sich diese DNA-Bruchstücke im Rahmen des nicht-invasiven Harmony® Prenatal Test auf chromosomale Veränderungen (Unregelmäßigkeiten des Erbguts) untersuchen.

Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen

Mit Beginn der Schwangerschaft erhalten werdende Mütter von ihrem behandelnden Gynäkologen einen Mutter-Kind-Pass. In diesem werden wichtige Vorsorge-Untersuchungen vermerkt und die Gesundheitsdaten während der Schwangerschaft sowie nach der Geburt bis zum vierten Lebensjahr des Kindes aufgezeichnet. Auf die vorgeburtlichen Untersuchungen des Mutter-Kind-Passes hat jede in Österreich wohnhafte werdende Mutter Anspruch.

 

Blutuntersuchungen bis zur 16. Schwangerschaftswoche

  • Komplettes Blutbild
  • Blutgruppe und Rhesusfaktor
  • Ausschluss einer Infektion mit Toxoplasma gondii (Parasit)
  • Ausschluss einer Lues-Infektion
  • Ausschluss einer HIV-Infektion
  • Nachweis des Schutzes vor einer Rötel-Infektion

 

Blutuntersuchungen von der 25. bis zur 28. Schwangerschaftswoche

  • Komplettes Blutbild
  • Ausschluss einer Infektion mit Hepatitis B
  • Oraler Glukosetoleranztest

Infektionsschutz

Um mögliche Risiken im Verlauf der Schwangerschaft frühzeitig erkennen zu können, werden auch Untersuchungen zum Ausschluss von Infektionskrankheiten empfohlen. Denn diese können Auslöser für Fehlgeburten sein oder die spätere Gesundheit von Mutter und Kind maßgeblich gefährden. Zusätzlich zu den gesetzlich vorgeschriebenen Routineuntersuchungen empfehlen sich folgende Untersuchungen:

  • Nachweis des Schutzes vor einer Parvovirus Infektion (Ringelröteln)
  • Nachweis des Schutzes vor einer Cytomegalie Infektion
  • Nachweis des Schutzes vor einer Varicellen Infektion

Eine im medilab durchgeführte Blutuntersuchung kann nachweisen, ob eine Immunität und damit der Schutz vor möglicherweise gefährdenden Infektionskrankheiten vorliegt.

Präeklampsietestung

Eine Präeklampsie, früher auch bekannt als eine Schwangerschaftsvergiftung, zählt zu jenen schwangerschaftsbedingten Erkrankungen, die erst sehr spät im Schwangerschaftsverlauf auftreten können. Es kommt bei der Mutter zu einem erhöhten Blutdruck (Hypertonie), einer vermehrten Eiweißausscheidung im Urin (Proteinurie) und verstärkten Wassereinlagerungen im Gewebe (Ödeme).

 

Präeklampsiescreening

In 2 – 5% aller Schwangerschaften kann es zu einer Präeklampsie oder Gestose kommen. Zu den häufigsten Symptomen zählen Bluthochdruck und Eiweißausscheidung im Harn. Im First-Trimester-Screening (SSW 11+0 bis 14+0) kann durch ein Präeklampsiescreening das individuelle Risiko eingeschätzt werden.

 

Präeklampsietestung

Im zweiten Trimenon ist durch Kombination der Ultraschalluntersuchung der uterinen Gefäße der Schwangeren und der Bestimmung der Biomarker PLGF (Placental Growth Factor) und sFlt-1 (Soluble fms-like tyrosine kinase-1) eine weitere Risikoeinschätzung für die Entwicklung einer Präeklampsie und einer prognostischen Abschätzung des klinischen Verlaufs der Erkrankung möglich.

Combined Test

Der Combined Test ist die labordiagnostische Ergänzung zur Ultraschalluntersuchung im ersten Trimenon. Die Ultraschalluntersuchung und die Blutabnahme werden zwischen der SSW 11+0 und SSW 13+6 durchgeführt. Diese Blutuntersuchung umfasst die Bestimmung zweier Hormone aus dem mütterlichen Blut (PAPP-A, freies β-HCG).  Die Werte werden im medilab mit den Ergebnissen der Ultraschalluntersuchung für eine Wahrscheinlichkeitsberechnung zum Ausschluss von kindlichen Chromosomenveränderungen herangezogen.

Bei allen Fragen zur Pränataldiagnostik
gerne für Sie da
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